Einfach mal die Zeit zurück drehen

Kennt Ihr auch diese Momente, in denen man am liebsten einfach mal die Zeit 20 Jahre zurück drehen und wieder Teenager sein möchte?

So ganz ohne die Sorgen und Ängste, mit denen man sich heute herum schlagen muss. Einfach Kind sein und das Leben wieder unbeschwert genießen können ohne sich darüber Gedanken machen zu müssen, welche Katastrophen möglicherweise Morgen wieder über einen hereinbrechen. Ohne sich Gedanken machen zu müssen, wie man dem Geld das man für seine Arbeitskraft bekommt, bis zum Ende des Monats auskommt oder man doch vielleicht die eine oder andere staatliche Hilfe in Anspruch nehmen sollte. Auch wenn es Überwindung kostet. Wer ist denn schon gerne Bittsteller und Almosenempfänger?

Manchmal beneide ich meine Eltern für ihr Leben. Von der Lehre bis zur Rente im selben Betrieb arbeiten – heute kaum noch möglich. Das eigene Häuschen bauen und bis zur Rente abbezahlen und jedes Jahr in den Urlaub fahren. Für viele heute fast unerreichbare Träume.

Nein, manchmal gibt es sie, diese Momente, in denen ich am liebsten in eine Zeitmaschine steigen würde und die eine oder andere Fehlentscheidung (aus heutiger Sicht) aus meiner Vergangenheit korrigieren würde, in der Hoffnung, das dadurch meine Gegenwart etwas positiver wird. Das sind dann auch diese Momente, wo mir alles mal wieder zu viel wird und ich mich frage, was ich verbrochen habe, das man mir ständig Knüppel zwischen die Beine wirft.

Man sagt, das Dinge, die einen nicht umbringen, nur noch härter machen. Aber um ehrlich zu sein, kann auf viele der Ereignisse, die mich – angeblich – nur noch härter gemacht haben, liebend gerne verzichten.

Geschichtskurs nötig

So so, die BLÖD-Zeitung war sich mal wieder nicht zu schade, den verbalen Durchfall 1Logorrhoe des Herrn Dobrindt, seines Zeichens Rampensau, Frontschwein und Generalsekretär der CSU, zu publizieren.

Wahrscheinlich in Folge eines akuten Anfalls von Realitätsverlust gibt Dobrindt dort u.a. folgendes zu Protokoll:

SPD, Grüne und Linkspartei müssen von uns gezwungen werden, sich ihrer eigenen Vergangenheit zu stellen und insbesondere das Unrecht des Mauerbaus und den SED-Unrechtsstaat ohne jede Relativierung beim Namen zu nennen.

Was Herr Dobrindt aber wohlwollend unterschlägt, ist die Tatsäche, das es die konservativen Parteien im Reichstag waren, die 1933 Adolf Hitlers Ermächtigungsgesetz zugestimmt und damit Deutschlands Weg in die Diktatur der Nazis geebnet haben.

Wenn sich hier also jemand für etwas entschuldigen sollte, dann sind es wohl eher die selbsternannten Konservativen. Immerhin haben sie eine gewisse Teilschuld an den Ereignissen, die letztendlich zur Teilung Deutschlands und dem Bau der Mauer geführt haben.

Vielleicht sollte man Herrn Dobrindt einen Auffrischungskurs in deutscher Geschichte, mit dem Schwerpunkt 1920 bis 1933, spendieren.

Fußnoten[+]

meinVZ vs Facebook

So wie es aussieht, werde ich wohl meine Social-Network-Aktivitäten verstärkt auf meinVZ konzentrieren, da ich in den letzten Tagen dort eine ganze Menge Leute gefunden habe, mit denen ich einen Teil meiner Vergangenheit 1gemeinsame Schulzeit teile.

Das soll nicht bedeuten, das ich mich de-facebooken werde, aber Facebook wird wohl in Zukunft die sprichwörtliche zweige Geige spielen. Die Geige Nr. 1 bleibt nach die vor bei Twitter 😎

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