Je mehr Kinder man hat, ….

Je mehr Kinder man hat, um so mehr ändert sich das Verhalten!

Hier ein paar Beispiele:

Deine Klamotten:
1.Kind: Du kaufst Umstandskleidung, sobald der Test positiv ist
2.Kind: Du trägst Deine normalen Sachen, solange wie möglich
3.Kind: Deine Umstandskleidung SIND Deine normalen Sachen

Geburtsvorbereitungen:
1.Kind: Deine Atemübungen werden täglich geübt
2.Kind: Keine Lust zu üben, da es eh nix bringt
3.Kind: Du fragst, ob Du ab dem 8.Monat eine PDA haben darfst

Kinderzimmer:
1.Kind: Alles wird vorher gewaschen, gebügelt, farbig sortiert und sehr ordentlich in Babys Wickeltisch gelegt
2.Kind: Du überprüfst, ob alles sauber ist und nur die mit den dunkelsten Flecken werden weggeworfen
3.Kind: „Jungs können pink tragen, oder??“

Sorgen:
1.Kind: Bei ersten Anzeichen von Unwohlsein, Grimassen oder Pups wird das Baby auf den Arm genommen
2.Kind: Wird nur auf den Arm genommen, wenn Du Angst hast, das Schreien könnte das 1.Kind wecken
3.Kind: Der 3jährigen wird gezeigt, wie sie den Schaukelsitz anschubsen kann

Zuhause:
1.Kind: Den ganzen Tag verbringst du damit, das Kind anzusehen
2.Kind: Du verbringst ein wenig Zeit damit, zuzusehen, ob der Ältere das Baby kneift, beißt usw.
3.Kind: Du verbringst ein wenig Zeit täglich damit, Dich vor den Kindern zu verstecken

Schnullies:
1.Kind: Falls er auf den Boden fällt, wird er erst wieder gegeben, wenn man zu Hause ist und er sterilisiert wurde
2.Kind: Schnulli wird vom Boden aufgehoben und mit ein bisschen Saft aus der Flasche bespritzt oder abgeleckt
3.Kind: Schnulli wird am Hemd abgewischt und wieder in den Mund gesteckt

Windel:
1.Kind: Werden jede Stunde gewechselt, egal ob nötig oder nicht
2.Kind: Werden jede 2-3 Stunden gewechselt, wenn nötig
3.Kind: Werden gewechselt, bevor andere Leute anfangen über den Geruch zu meckern, oder wenn es um die Knie hängt

Frühförderung:
1.Kind: Geht zur „Babymassage“, „Mutter und Baby Treff“ und zum „Still Treff“
2.Kind: „Mutter und Baby Treff“
3.Kind: Wird zum Einkaufen mitgenommen

Babysitter:
1.Kind: Das 1.Mal wenn Du weg bist, rufst Du jede Stunde an und fragst, ob alles in Ordnung ist
2.Kind: Eine Telefonnummer wird hinterlassen
3.Kind: Dem Babysitter wird gesagt, er solle NUR anrufen, wenn Blut zu sehen ist

Geld geschluckt:
1.Kind: Wird sofort ins Krankenhaus gebracht, am besten mit Krankenwagen
2.Kind: Du passt täglich auf, ob es wieder da ist
3.Kind: Das Geld wird vom Taschengeld abgezogen

Vorbilder, die keine mehr sind

Man sagt eigentlich, das Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen, Vorbilder für den Rest der Gesellschaft sein und mit gutem Beispiel vorangehen sollen.

Von dieser noblen Forderung ist heutzutage jedoch nur noch wenig bis gar nichts übrig geblieben. Mit sehr viel Wohlwollen könnte man sagen, das viele derer, die in der Öffentlichkeit stehen, Vorbilder dafür sind, wie man es nicht machen soll.

Jüngstes Beispiel sind wohl die Politiker, welche dabei erwischt wurden, das sie sich ihren Doktor-Titel durch etwas, das man gemeinhin als „Betrug“ bezeichnen würde, erschlichen haben. Und auch im Moment des Ertappt werden verhalten sich diese Politiker wenig vorbildlich sondern eher wie Sechstklässler, die beim Abschreiben vom Nachbarn erwischt wurden:

Anstatt ihr Fehlverhalten offen und ehrlich zuzugeben und die entsprechenden Konsequenzen zu ziehen, wird erst einmal versucht, alles ab zu streiten oder mit fadenscheinigen Ausreden zu rechtfertigen. Falls das alles nicht funktioniert, wird als letztes Mittel versucht,  sich als Opfer eine Kampagne darzustellen, die vom politischen Gegner initiiert wurde.

Aber auch in der freien Wirtschaft sind viele Akteure auch kein Kind von Traurigkeit, wenn es darum geht, sich selbst oder dem eigenen Unternehmen, notfalls auch mit nicht völlig legalen Mitteln, einen wirtschaftlichen Vorteil in Form von lukrativen Aufträgen zu verschaffen. Wie oft hört oder liest man von Spitzen-Managern, die entweder selber die Hand verbotener Weise aufgehalten haben oder anderen Leuten „Aufmerksamkeiten“ aus irgendwelchen schwarzen Kassen haben zukommen lassen?

Die Systematik der (politischen) Skandale in Deutschland

Ist Euch schon einmal aufgefallen, das die Abläufe bei (politischen) Skandalen fast immer die gleichen sind, nachdem ein Fehlverhalten eines Betroffenen ans Tageslicht gekommen ist?

Zuerst wird in einer Art Reflex alles abgestritten. Wenn dann immer mehr Details ans Licht der Öffentlichkeit kommen, wird stückchenweise immer nur das zugegeben, was eh nicht mehr zu leugnen ist. Wahrscheinlich in der Hoffnung, das die ganze Sache noch immer im Sande verlaufen wird. Irgendwann sind dann aber entweder so viele unangenehme Details bekannt geworden oder der Druck von allen Seiten wird so groß, das der Betroffene nur noch zurücktreten kann. Schlechte Verlierer schieben auch jetzt noch alle Schuld von sich weg und versuchen, ihre Hände in Unschuld zu waschen und sich als Opfer einer Kampagne des (politischen) Gegners und/oder der Medien darzustellen.

Wenn es nicht so erbärmlich wäre, könnte man wahrscheinlich darüber lachen, das Skandale in Deutschland fast immer nach diesem Schema ablaufen 😉