Gratis-Werbung durch Sport-Fotos

Die taz verpixelt für eine Woche die Werbung auf sämtlichen Sport-Fotos um dadurch auf die Überflutung mit Werbung hinzuweisen.

Wenn man den Gedanken ein wenig weiter denkt, kommt jedoch zu dem Schluss, da die werbenden Unternehmen durch die Fotos von Sportereignissen quasi zusätzliche Werbung für umsonst bekommen. Normalerweise bezahlen die Firmen „nur“ dafür, das Ihr Name z.B. auf Fußball-Trikots gedruckt wird und für Printanzeigen in den Zeitungen. Dafür, das die Zeitung den Namen des Unternehmens auf Fotos von Sportereignissen abdruckt und damit indirekt auch Werbung für das jeweilige Unternehmen macht, bezahlt aber niemand 😉

Die Zeitungen machen somit quasi gratis Werbung für diverse Unternehmen. Vor diesem Gesichtspunkt wäre es meiner Meinung nach durchaus legitim, wenn Zeitungen die Namen der Unternehmen verpixeln, sofern diese nicht einen gewissen Obolus für die indirekte Werbung entrichten.

Diese Gesellschaft kann mich langsam mal!

Langsam habe ich die Schnauze voll von dieser verlogenen Gesellschaft! Dieses Geschwafel von wegen „Chancengleichheit“ kann ich langsam nicht mehr hören! Das ist nämlich die reinste Lüge! „Chancengleichheit“ bedeutet nämlich nicht, das jeder die Chance auf eine faire Bezahlung hat, sondern, das alle (auf dem Papier) die gleiche Chance haben. Ein kleiner aber gemeiner Unterschied, der mich langsam mehr als ankotzt!

Ich habe meine Ausbildung zum Fachinformatiker zu einer Zeit gemacht, als der Schwierigkeitsgrad der Abschlussprüfung noch ein Lotterie-Spiel war. In einem Jahr war der Schwierigkeitsgrad sehr hoch, in nächsten Jahr hatte man eine 2 sicher, wenn man sich nicht total dämlich angestellt hat. Ich hatte das Los der schweren Abschlussprüfung gezogen.

Seit fast 5 Jahren arbeite ich jetzt für ein Gehalt, das im Bereich dessen liegt, was manch andere große Firma unmittelbar nach der Ausbildung zahlt. Und mit diesem Geld muss ich eine Familie ernähren! Jede Bewerbung die ich irgendwo hin schicke, bekomme ich binnen weniger Wochen zurück, zusammen mit einem scheinheiligen Standard-Schreiben, deren Text ich inzwischen schon fast auswendig kann und das ich darum auch nur noch überfliege.

Wenn man sich einmal die Stellenangebote anschaut, die im Internet stehen, dann bekommt man immer wieder den Eindruck, das nach Eierlegenende-Wollmilch-Säuen gesucht wird und man die ausgeschriebene Stelle nur bekommt, wenn man es schafft, die Anforderungen noch zu überbieten. Mir fällt jedes mal, wenn ich wieder einmal lese, das man z.B. gut in Java sein muss, ein Spruch eines Berufsschullehrers ein, der sinngemäß war:

Ihr lernt keine Programmiersprache sondern Programmieren

Und die ganze Verlogenheit an der Geschichte kann man auch gut daran fest machen, das es für einen Anwendungsentwickler, der den obrigen Satz beherzigt, relativ egal ist, mit welcher Sprache er programmiert. Sicher muss man sich erst einmal umstellen und einarbeiten. Aber das muss wohl jeder, der seinen Arbeitgeber wechselt. Aber mal ganz überspitzt gefragt: Warum sollte ich mir den Stress machen und mir zusätzlich zu meiner 40-Stunden Woche z.B. für 12 Monate einen Java-Fernlehrgang an Bein binden, wenn ich dieses Wissen auf absehbare Zeit gar nicht beruflich nutzen kann? Und selbst wenn ich die Fähigkeiten, die mir dieser Fernlehrgang gebracht hat, bei einer Bewerbung anbringen kann, kommt 100% sofort das Gegenargument der fehlenden Berufserfahrung. Aber wie soll ich denn Berufserfahrung sammeln, wenn mir niemand die Möglichkeit dazu gibt?

Das ist in meinen Augen schlicht und einfach verlogen und es kotzt mich langsam tierisch an!