Guttenberg

Zum diesem an chronischem Realitätsverlust leidenden Ex-Politiker gibt es eigentlich nur eins zu sagen:

sudo mv /dev/politiker/guttenberg /dev/null

Oder auf deutsch: Deckel drauf, abhaken und ignorieren.

Der Typ ist es nicht wirklich wert, das man sich mehr als nötig mit ihm beschäftigt. Der Mann ist politisch erledigt und eine zweite Dissertation dürfte ihm zumindest in Deutschland in der nächsten Zeit keine Universität ermöglichen. Womit wohl auch sein politisches Comeback von alleine erledigt hätte.

In diesem Sinne: Ich habe fertig!

Gratis-Werbung durch Sport-Fotos

Die taz verpixelt für eine Woche die Werbung auf sämtlichen Sport-Fotos um dadurch auf die Überflutung mit Werbung hinzuweisen.

Wenn man den Gedanken ein wenig weiter denkt, kommt jedoch zu dem Schluss, da die werbenden Unternehmen durch die Fotos von Sportereignissen quasi zusätzliche Werbung für umsonst bekommen. Normalerweise bezahlen die Firmen „nur“ dafür, das Ihr Name z.B. auf Fußball-Trikots gedruckt wird und für Printanzeigen in den Zeitungen. Dafür, das die Zeitung den Namen des Unternehmens auf Fotos von Sportereignissen abdruckt und damit indirekt auch Werbung für das jeweilige Unternehmen macht, bezahlt aber niemand 😉

Die Zeitungen machen somit quasi gratis Werbung für diverse Unternehmen. Vor diesem Gesichtspunkt wäre es meiner Meinung nach durchaus legitim, wenn Zeitungen die Namen der Unternehmen verpixeln, sofern diese nicht einen gewissen Obolus für die indirekte Werbung entrichten.

Geschichtskurs nötig

So so, die BLÖD-Zeitung war sich mal wieder nicht zu schade, den verbalen Durchfall 1Logorrhoe des Herrn Dobrindt, seines Zeichens Rampensau, Frontschwein und Generalsekretär der CSU, zu publizieren.

Wahrscheinlich in Folge eines akuten Anfalls von Realitätsverlust gibt Dobrindt dort u.a. folgendes zu Protokoll:

SPD, Grüne und Linkspartei müssen von uns gezwungen werden, sich ihrer eigenen Vergangenheit zu stellen und insbesondere das Unrecht des Mauerbaus und den SED-Unrechtsstaat ohne jede Relativierung beim Namen zu nennen.

Was Herr Dobrindt aber wohlwollend unterschlägt, ist die Tatsäche, das es die konservativen Parteien im Reichstag waren, die 1933 Adolf Hitlers Ermächtigungsgesetz zugestimmt und damit Deutschlands Weg in die Diktatur der Nazis geebnet haben.

Wenn sich hier also jemand für etwas entschuldigen sollte, dann sind es wohl eher die selbsternannten Konservativen. Immerhin haben sie eine gewisse Teilschuld an den Ereignissen, die letztendlich zur Teilung Deutschlands und dem Bau der Mauer geführt haben.

Vielleicht sollte man Herrn Dobrindt einen Auffrischungskurs in deutscher Geschichte, mit dem Schwerpunkt 1920 bis 1933, spendieren.

Fußnoten   [ + ]

Sozial ist …

Es gab eine Zeit, in der galt die Losung

sozial ist, was Arbeit schafft

irgendwann hat man diese Variante jedoch in Folge der zunehmenden Verbreitung marktradikalem und neoliberalem Gedankengutes aufgeben und durch

sozial ist, was Wachstum schafft

ersetzt und fortan auf Teufel komm raus alles dafür getan, ein kontinuierliches Wachstum der Wirtschaft zu erzwingen. Das sich dabei jedoch beispielsweise in der Zeitarbeit und der privaten Arbeitsvermittlung zunehmend mafiöse Strukturen gebildet haben, die einzig darauf ausgelegt sind, den Profit auf Kosten der ausgebeuteten Arbeitnehmer zu mehren wurde billigend in Kauf genommen und den Leuten wurde mit dem Versprechen, der Markt würde sich selber regulieren und bereinigen säckeweise Sand in die Augen gestreut.

Dabei hätte die Losung eigentlich schon Anfang an

sozial ist, was Wohlstand für alle schafft

heißen müssen.

Was nützt einem eine Arbeitsstelle. wenn man von dem Gehalt nicht leben kann und auf staatliche Transferleistungen 1ALG2 angewiesen ist? Oder was nutzt einem ein Wirtschaftswachstum von jährlich 10%, wenn die ganze Arbeitsplätze ins billige Ausland verlagert werden und man permanent arbeitslos ist? Nichts!

Darum ein für alle mal: Sozial ist, was Wohlstand für alle schafft und nichts anderes!

Fußnoten   [ + ]

1.ALG2

Gesucht: gute Einsteiger-Literatur zu Python

Irgendwie juckt es mich gerade gewaltig in den Fingern und ich habe mich entschieden, mal eine neue Programmiersprache zu lernen: Python.

Jetzt bin ich nur noch auf der Suche nach brauchbarer, deutschsprachiger Literatur für Python. Ich suche aber weder eine Anfänger-Literatur, die bei Adam und Eva anfängt noch Profi-Literatur, die voraussetzt, das man schon längere Zeit mit Python arbeitet. Nur irgendwie scheint es so etwas nicht zu geben. Es gibt anscheinend nur Literatur für blutige Anfänger oder Python-Profis. Der Python interessierte Umsteiger guckt offensichtlich in die Röhre 🙁

Aber vielleicht hat ja jemand von den hier mitlesenden einen Geheimtipp für mich 😎

The best days of my life

Man sagt ja, das man gutes erst dann erkennt, wenn es vorbei ist. Von daher war die Zeit zwischen der 7. und 10. Realschulklasse wohl die besten Tage meines bisherigen Lebens. Unbestätigten Gerüchten nach, war sich die Lehrerschaft weitestgehend einig, das wir die mit Abstand größten der Schule waren. Zumindest während der Pausen 😀

Diese Zeit ist eine Zeit, die ich um nichts in der Welt missen möchte, denn es war eine Zeit, in der ich zumindest sehr viel Spaß hatte. Bei vielen Sachen von damals würde ich heute wahrscheinlich

Ich bin zu alt für so einen Mist

sagen. Ob das jetzt daran liegt, das ich demnächst das Dritte Jahrzehnt meines Lebens beginne oder daran, das sich vieles ändert, wenn man Vater ist, lasse ich jetzt einfach mal dahingestellt. Wahrscheinlich ist es eine Mischung aus beiden und einigen andern Punkten, die ich wahrscheinlich übersehen habe 😉

Auf jeden Fall an dieser Stelle ein dickes Dankeschön an alle, die mit mir gemeinsam die Schulbank gedrückt haben. Ohne Euch wäre es wohl nur halb so schön gewesen!