Verweichlichte und verlogene Gesellschaft

Die gegenwärtige Gesellschaft ist leider in den letzten Jahren total verweichlicht und die „modernen“ Eltern mutieren immer mehr zu Glucken, die ihren Kindern dadurch mehr schaden, als das sie ihnen helfen.

Zu meiner Zeit wurden Kinder, die lebhaft waren vor die Haustür und auf den Spielplatz gejagt, damit sie dort ihre überschüssige Energie verbrauchen konnten. Heute rennt man mit solchen Kindern gleich zu einem wohlgesonnene Arzt und stellt sie mit Ritalin oder anderen Mitteln ruhig. Ist ja auch einfacher, als sich mit dem Kind zu beschäftigen und mit ihm auf den Spielplatz zu gehen.

Wenn man sich während meiner Schulzeit mit einem anderen Schüler auf dem Schulhof geprügelt hat, gabs danach ne Standpauke vom Lehrer oder in schlimmeren Fällen vom Schulleiter. Okay, bei uns gab es auch eine goldene Regel, wenn man sich schon mit jemandem geprügelt hat, was ja auch nur in Ausnahmefällen passierte:

Wenn der „Gegner“ auf dem Boden liegt oder verletzt ist, ist Schluss!

Heute wird wahrscheinlich sofort ein Fass aufgemacht, indem der Schhul-Psychologe und das Jugendamt eingeschaltet werden und das Kind von der Schule verwiesen wird. Dabei waren die beteiligten Eltern und Lehrer in ihrer Jugend wahrscheinlich auch nicht wirklich besser und haben sich des öfteren gerauft. Aber das darf man ja nicht zugeben. Das war ja damals und damals waren ganz andere Zeiten. Solch eine Verlogenheit kotzt mich ehrlich gesagt nur noch an!

CC BY-SA 4.0 Verweichlichte und verlogene Gesellschaft von Heiko Adams ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.

7 Antworten auf „Verweichlichte und verlogene Gesellschaft“

  1. Hallo…oh man endlich mal jemand der mir aus der Seele schreibt!!!! … ich verfluche dieses Ritalin wie sonst etwas…den ich habe mich damals schlau gelesen als es hieß, mein Sohn hätte ADS…es gibt bei wirklichen ADS Fällen auch eine viel bessere Lösung als Ritalin…NUR dann müssten sich die Eltern mal intensiver mit ihren Kids beschäftigen und sich Zeit nehmen…und vor allem Geduld haben…aber das ist heut zu Tage ja anscheinend aus der Mode…da ist es ja leichter das Kind mit Medikamenten ruhig zu stellen…Sorry…meine persönliche Meinung!!! … wie gesagt, mein Sohn war ADS …aber ich habe es OHNE Ritalin hin bekommen und heute wo er fast 20 ist, glaubt mir das keiner…ich hab den tollsten Jungen den man sich wünschen kann…nur bis dahin war es ein harter Weg…den ich für die Gesundheit meines Kindes gern gegangen bin… RITALIN ist Gift für Kinder…und es es sollten sich wirklich mal Eltern die Zeit nehmen und sich schlau lesen bevor sie ihrem Kind das geben…Liebe Grüße

  2. Ich sag mal so. Wir hatten den Wald hinterm Haus. Schon mit 8 haben mich und meinen Nachbarn unserer Eltern, bsonders in den Sommerferien selten gesehen. Es gab nur Uhrzeit da wir zuhause sein sollten. Wir waren also viel in der Natur, hatten Sandkasten, hatten Hütte im Garten. Wenn die Katzen in den Sandkasten pisste, spielten wir am nächsten Tag wieder drinne.
    Und hat es uns geschadet – hmm, ich glaub nicht – denn in den 25 Jahren da ich nun berufstätig bin, war ich insgesamt wohl nur 2 Wochen krank, wenn ich zurück denke. Hat das im Dreck und in der Naturspielen vielleicht abgehärtet? Ich sage ja.

    Ach ja und vielleicht, wir waren ja nicht nur zwei Kinder auf der Straße, haben wir, da wir den ganzen Tag zu Mehreren waren, auch soziales Verhalten an uns und mit uns selbst gelernt.
    Vielleicht sollten sich das viele Eltern mal zu Herzen nehmen. Ein Spruch meines Vaters: Wer den ganzen Tag rumtollen kann, der kann auch anderntags in die Schule. Dieser änderte sich nach dem ersten Suff z.B. in – wer feiern kann, kann auch arbeiten. Tja – so hat man es halt gelernt vernünftig zu bleiben.

  3. Kirschen? Gabs vom Baum, in 5 Meter Höhe vom selbstgebauten Baumhaus aus.
    Hunger? Wenn nix gewachsen ist, ging es nach Hause. Mit 12 haben wir selbstständig gegrillt. Und das verbrannte Zeug auch gegessen. Gut wars.
    Wie hat die Mutter T. zu ihrer Tochter gesagt, als sie die Tochter der Frau S. vermöbelt hat? „Hau drauf, bis Blut spritzt!“ Frau T. arbeitet in der HUK, Frau S. ist eine Doktorin. Konsequenzen? Keine, das haben die Kinder untereinander ausgemacht.

    Nach Hause ging es, wenn die Laternen angingen. Und geworden sind wir alle was. Manche sogar Doktoren mit Lehrstuhl. Und krank? Nur bei Unfällen.

    Dafür können wir Holz selber machen, wissen, wie die Früchte vom Baum schmecken und wie sich Sand im Mund anfühlt, nachdem man sich geprügelt hat.

  4. Da sei mir der Hinweis auf
    http://www.blauer-schwan.de/blog/2009/05/wenn-du-nach-1972-1975-1978-1980-1984-geboren-wurdest-hat-das-hier-nichts-mit-dir-zu-tun/
    gestattet 😉
    Die Jahreszahl variiert nämlich immer wieder mal 😀

    Auch ich habe jede Menge Zeit in den Wäldern rund um mein Elternhaus verbracht. Und so nützliche Dinge gelernt, wie z.B.: Wenn man aus einer Höhe >2m auf den Rücken fällt, dann
    a) tut das weh – man sollte es vermeiden, und
    b) sollte man nach der Landung das atmen nicht vergessen…

    Ach ja, dann war da noch die andere Sache:
    „Ihr Sohn hat sich auf dem Schulhof geprügelt!“
    „Und? Hat er gewonnen?“

    Manchmal kann man heute eben nur mit dem Kopf schütteln. Ja, wir waren, sind und bleiben Helden! 😀

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