Wenn man von etwas keine Ahnung hat

sollte man besser die Schnauze halten! Besonders, wenn man, wie unser Bundesjustizminister, ein öffentliches Amt bekleidet!

Selbiger wird heute von diversen Medien unter anderem mit den Worten

„Es kann nicht sein, dass Internet-Giganten ihre Marktmacht missbrauchen, um sich auf Kosten deutscher Verlage zu bereichern. Das ist nicht gerecht, das ist nicht fair“

zitiert. Von sich gegeben hat er diese Logorrhoe auf einer Tagung von Lokalzeitungsverlegern in Berlin.

So und jetzt mal ein kurzer Realitätsabgleich:

  1. Google im allgemeinen und Google News im speziellen finanzieren sich ausschließlich über Werbung.
  2. Die Verlage profitieren bereits davon, bei Google News gelistet zu sein, indem ein nicht unerheblicher Teil ihres Traffics über Google zustande kommt.
  3. Wenn die deutschen Verlage zu inkompetent unfähig sind, den von Google generierten Traffic ordentlich zu monetarisieren, ist das nicht die Schuld von Google!

Das was die Verlage mit dem Leistungsschutzrecht vorhaben, und wo Google vernünftigerweise nicht mitspielen will, ist in etwa so, als wenn man ein Taxi sowohl für Fahrt zum Kunden, als auch für die eigentliche Fahrt zum Zielort bezahlen soll.

Wer ist hier also unfair geldgierig, Herr Minister? Bestimmt nicht Google! Zumindest in diesem Fall.

Und wer ist so inkompetent dämlich, sich für dieses schäbige Manöver vor den Karren der Verleger spannen zu lassen??

CC BY-SA 4.0 Wenn man von etwas keine Ahnung hat von Heiko Adams ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.