Wie Google auf das Leistungsschutzrecht reagieren wird

Im Internet wird momentan munter spekuliert, das Google als Reaktion auf die Ankündigung, ein Leistungsschutzrecht einzuführen, die treibenden Verlage hinter dieser Idee aus seinem Index werfen wird. Wie sie es bereits einmal in Belgien gemacht haben. Nur ist Deutschlands Medienlandschaft nicht mit der Belgischen zu vergleichen. Darüber hinaus wäre so ein Vorgehen für einen findigen Anwalt sicherlich juristisch angreifbar.

Nein, ich glaube Google wird das Problem ganz elegant, aber nicht minder schmerzhaft für die Leistungsschutzrechtbefürworter lösen, indem sie kurz nach dem Beschluss, das Leistungsschutzrecht in Deutschland einzuführen, ankündigen werden, Google News in Deutschland einzustellen.

Google hat sicherlich nicht ohne Hintergedanken immer mal wieder verlauten lassen, das Google News ein defizitäres Produkt ist. Und aus unternehmerischer Sicht ist völlig normal und absolut nicht zu beanstanden, Produkte, die keine Gewinne abwerfen oder wenigstens kostendeckend sind, einzustellen.

Dieser Schritt hätte für Google gegenüber der deindizierung gewisser deutscher Verlage auf jeden Fall den Vorteil, das dieser Schritt juristisch kaum angreifbar ist, da es sich um eine unternehmerische Entscheidung handelt, die zufälligerweise in einem zeitlichen Zusammenhang mit einem Pro-Leistungsschutzrecht Beschluss des Bundestags fällt. Das Gegenteil dürfte jedenfalls kaum zu beweisen sein.

CC BY-SA 4.0 Wie Google auf das Leistungsschutzrecht reagieren wird von Heiko Adams ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.

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