Zum Thema „Fachkräftemangel“

Helmut Schmidt hat sich gestern bei Sandra Maischberger sehr ehrlich auch zum Thema (angeblicher) Fachkräftemangel geäußert:

Dann soll die Wirtschaft gefälligst Fachkräfte ausbilden … Einstweilen gibt es genügend Kinder.

Wo der Mann Recht hat, da muss ihm auch Recht geben.

Mein persönlicher Eindruck ist schon länger der, das es der Wirtschaft bei dem Gejammer um angeblich fehlende Fachkräfte sowieso nur darum geht, möglichst schnell und preiswert an qualifiziertes Personal zu kommen.

Wer selber eine Ausbildung gemacht hat oder ausbildet, der wird bestätigen können, das ein Auszubildender seinen Ausbildungsbetrieb während der Ausbildung mehr Geld kostet, als er erwirtschaftet. Das dieses Geld jedoch gut investiert ist, scheinen viele Verantwortliche beim permanenten Blick auf Bilanzen, wirtschaftliche Kennzahlen und Renditen zu vergessen.

Solange Unternehmen ihre Angestellten nur als Kostenfaktoren und -stellen betrachten und nicht als die, die den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens überhaupt erst möglich machen, solange werden diese Unternehmen auch Probleme haben, qualifizierte und motivierte Mitarbeiter langfristig an sich zu binden.

CC BY-SA 4.0 Zum Thema „Fachkräftemangel“ von Heiko Adams ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.

3 Antworten auf „Zum Thema „Fachkräftemangel““

  1. Ausbildung ist immer die beste Alternative (machen wir auch), hilft aber nichts, wenn man kurzfristig einen Engpass hat und gerade was Webentwicklung angeht, herrscht zumindest hier in der Region wirklich akuter Mangel an guten Fachkräften.

    1. Du hast sicherlich auch Recht. Aber ich habe den Eindruck, das dieses Problem zumindest teilweise hausgemacht ist, weil einige Unternehmen, die jetzt nach ausländischen Fachkräften rufen, früher entweder gar nicht oder zu wenig selber ausgebildet haben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.