Es geht nicht nur um Bestleistungen

woman jogging near wire fence

Wer mit dem Laufe beginnt und/oder sich eine Laufuhr kauft, bekommt schnell den Eindruck, das es nur darum geht, neue Bestleistungen aufzustellen. Hier eine neue längste Strecke, dort ein neuer, höchster Kalorienverbrauch und so weiter und so fort.

Dem ist aber nicht so. Es geht eher darum, die eigenen Leistungsgrenzen nach und nach weiter zu verschieben und so immer wieder neue Ziele zu setzen und zu erreichen. Das dabei zwangsläufig neue Bestleistungen herauskommen, sollte höchstens ein angenehmer Nebeneffekt, aber nicht das primäre Ziel sein.

Die permanente Jagt nach neuen Bestleistungen führt einen nämlich schnell in eine Negativspirale aus Enttäuschung und Übertraining. Da neue Bestleistungen vor allem in der ersten Zeit relativ schnell und häufig erreicht werden, jedoch immer seltener werden, je länger man seinen Sport betreibt, könnte man irgendwann auf die Idee kommen, das man einfach nur noch härter trainieren muss, um neue Bestleistungen zu erreichen.

Wer jedoch permanent (zu) hart trainiert und seinem Körper deshalb zu wenig Zeit zur Regeneration gibt, kommt früher oder später in das Übertraining. Dadurch nimmt quasi automatisch auch die eigene Leistungsfähigkeit weiter ab, weshalb man wiederum fälschlicherweise auf die Idee kommen könnte, einfach noch härter trainieren zu müssen, um wieder mehr zu leisten – fertig ist der Teufelskreis …

Train smart, not hard: Am Anfang ist weniger mehr!

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Auch wenn es schon oft genug gesagt und geschrieben wurde, kann man es nicht oft genug wiederholen:

weniger ist (manchmal) mehr!

Besonders, wenn man mit dem Sport (wieder) anfängt, sollte man nicht sofort versuchen den dicksten Baum, den man finden kann, auszureißen. Niemand erwartet von einem, das man als Laufanfänger nach 2 Wochen direkt einen Halbmarathon läuft oder das man beim Krafttraining nach 2 Wochen schon 150 Kilo bewegen kann!

Zu schnell zu viel (von sich selbst) zu verlangen, ist vermutlich einer der beliebtesten Anfängerfehler überhaupt. Wer so an den Sport herangeht, braucht sich nicht zu wundern, wenn er am nächsten Tag den ultimativen Muskelkater aus der Hölle bekommt und dann keine Lust mehr auf Sport hat.

Intelligenter ist es, zuerst mit weniger Gewichten bzw. kürzeren Strecken zu beginnen, und Gewicht bzw. Distanz nach und nach zu steigern. Während dessen sollte man natürlich auch an den Grundlagen zu arbeiten, damit man sich nicht beim Training verletzt und wohl möglich eine längere Zwangspause einlegen muss 😉

Oder um es kurz und knackig zu formulieren: Train smart, not hard!

Grundlagen sind der Schlüssel zum Erfolg

person wearing orange and gray Nike shoes walking on gray concrete stairs

Wer mit dem Laufen anfangen will, hört oft Sätze wie „Laufen ist einfach“ oder „Laufen kann jeder„.

Das mag durchaus sein, aber wer Spaß am Laufen haben möchte, sollte sich zuerst darauf konzentrieren, beim „Kilometer fressen“ die Grundlagen, wie die richtige Lauftechnik oder die richtige Atmung zu verinnerlichen, damit der Spaß am richtigen Laufen lange bleibt.

Das ist im Prinzip, wie im richtigen Leben: wer die Sprache nicht beherrscht und eine 5 oder 6 in Deutsch auf dem Zeugnis hat, wird vermutlich auf keinen grünen Zweig kommen und auf staatliche Sozialleistungen angewiesen sein.

Das war auch eine Lektion, die ich schmerzhaft lernen musste: Drauf los rennen, bis die Lunge SOS funkt führt eher selten zu einem nachhaltigen Fortschritt. Das durfte ich auch feststellen, nachdem ich mein Training auf ein Herzfrequenz basiertes Training umgestellt habe. Gefühlt habe ich nach dem Umstellung wieder bei 0 angefangen und musste mich langsam wieder an meine alten Leistungen heran arbeiten.

Rückblickend muss ich aber zugeben das sich die Umstellung gelohnt hat. Genau so, wie die Entscheidungen, mein Training durch Yoga und neuerdings auch Krafttraining (mit Fokus auf den Core) zu ergänzen.

Mit so mancher Trainingsanpassung beginnt auch eine neue Reise, die auch Mal etwas länger sein kann. Aber die Reise lohnt sich definitiv!

Neue Ufer: Fitness Trainer C-Lizenz

woman kneeling beside man

Frei nach dem Motto „Wer rastet, der rostet“, bin ich aktuell dabei, die Fitness-Trainer C-Lizenz per Fernlehrgang zu machen und kann das auch jedem empfehlen, der etwas ernsthafter Sport macht – egal, ob man Ambitionen hat, als Trainer aktiv zu werden oder nicht. Zumal diese Kurse in der Regel auch nicht extrem teuer sind und man sie relativ gut mit Beruf und Familie vereinbaren kann, ohne seine komplette Freizeit zu opfern.

Auch wenn man von vielen „Influencern“ und anderen „Experten“ immer wieder zu hören oder lesen bekommt, das diese Lizenz eigentlich völlig überflüssig ist, muss ich dem widersprechen.

Im Rahmen dieses Kurses lernt man vor allem die Grundlagen der Trainingssteuerung, sowie grundlegendes über das Nerven-, Immun- und Herz-Kreislauf-System. Wissen, das insbesondere für Hobby-Sportler interessant ist, die keine Lust haben, in einem Verein und somit mit einem ausgebildeten Trainer zu trainieren, um ihr Training effektiver zu planen und auch Ruhepausen optimaler zu nutzen.

Und um die Frage gleich zu beantworten: Nein, aktuell habe ich keine Ambitionen, diesen Weg weiter zu gehen und als (Lauf-)Trainer tätig zu werden, aber das ist nicht in Stein gemeißelt – und wer weiß, was in 2 Jahren ist 😉

Respect (to) the core!

woman planking on gray asphalt road

Die Hüfte und der untere Rücken sind ein von vielen Sportlern gerne vernachlässigter Bereich des Körpers, obwohl alles andere als unwichtig ist – weshalb dieser Bereich auch gerne als „Core“ bezeichnet wird.

Auch ich habe diese Lektion lernen dürfen. Core-/Stabi-Training fand wenn überhaupt, dann auch nur eher sporadisch statt.

Seit Mitte Dezember mache ich hingegen 5 -6 Mal die Woche ein knapp 5 Minuten langes Workout, nachdem ich in einem Newsletter gelesen habe, das schon 5 Minuten Krafttraining am Tag ausreichen, um eine positive Wirkung zu erzielen.

Und um ehrlich zu sein, bemerke ich inzwischen auch eine positive Wirkung auf meinen Laufstil.

Von daher bleibt nur zu sagen: Respect to the core and train it!

Eine Lanze für einen Budget Schuh

Okay, das ist jetzt zwar extrem subjektiv, aber gefühlt bekommt man ja immer und überall das Gefühl vermittelt, das Laufschuhe unter 150 € nichts taugen – für die Exemplare von Discounter mag das vielleicht auch stimmen.

Blöd nur, wenn man nicht das Budget hat, um regelmäßig fast 200 € für ein Paar neue Laufschuhe auszugeben.

Einige Hersteller haben vermutlich auch aus diesem Grund einige Modelle für den schmalen Geldbeutel im Sortiment, die man aber nur sehr selten, und dann auch eher gut versteckt in Fachhandel findet.

Vermutlich, weil man mit diesen Modellen eher wenig verdient und weil sie auch eher unbekannt sind, da die Hersteller diese Modelle auch nicht an die große Glocke hängen.

Ich habe mir Mal aus Neugier den Twitch-Runner von Puma gekauft, der laut Beschreibung vom Deviate Nitro inspiriert ist, und bei meinem letzten Lauf getestet.

Mein Fazit ist (für den ersten Lauf) absolut positiv, da ich keinen großen Unterschied zu einem meiner hochpreisigen Schuhe gemerkt habe.

Von daher würde ich Mal wagen zu behaupten, das so ein Budget Schuh durchaus eine interessante Option sein kann.

Pace-Vergleich – der Schwanz-Vergleich 2.0

people running on race track

Man kennt das, wenn man sich mit anderen Läufern unterhält: früher oder später kommt das Gespräch zur eigenen Pace und man fängt unweigerlich an, sich zu vergleichen: 5:45/Km – 5:30/Km STICH!

Dabei sind diese Vergleiche völlig überflüssig und sinnlos, da man meistens Äpfel mit Birnen vergleicht. Damit eine Pace halbwegs vergleichbar ist, müssten mindestens folgende Kriterien erfüllt sein:

  • Gleiche Strecke
  • in gleicher Richtung
  • vergleichbare Wetterbedingungen
  • vergleichbarer Trainingsstand

Wenn man es ganz genau wissen will, sollten auch die physischen Eigenschaften der Kontrahenten möglichst identisch sein, aber das nur am Rande 😉

Oder um es etwas provokant zu formulieren: Wer seine Pace vergleicht, vergleicht auch die Größe seiner Genitalien (Männer) oder seine Oberweite (Frauen)!