Liebe Personalvermittler …

Mal ganz unabhängig davon, das meine Meinung von Euch nicht die beste ist, weil ich bei der Stellensuche am liebsten direkt mit dem sprichwörtlichen Bäcker rede und nicht mit dem Verkaufspersonal, finde ich solche Sätze in einer Mail, in der Ihr mich zu einem Vorstellungsgespräch einladen möchtet, einfach nur noch frech:

Damit wir Sie optimal in unseren Betreuungsprozess einbinden können, möchten wir Sie zunächst bitten, sich auf unserem xxx-Bewerberportal  unserer Homepage xxx  NL xxx B&D ID xxx… zu registrieren und anschließend Ihren beruflichen Werdegang, Ihre persönlichen Kenntnisse und Ihre fachlichen Fähigkeiten einzutragen. Da sich unsere Kunden eng an diesen von uns entwickelten Standard in ihrer Kandidatenauswahl halten, ist es wünschenswert, alle Tätigkeitsbeschreibungen so genau als möglich zu umschreiben. Sie unterstützen uns damit, von Ihnen schnellstens ein anonymes Exposé zu erstellen

Und um es mal ganz deutlich zu sagen: Ich werde einen Teufel tun!

Alle relevanten Informationen über mich und meinen beruflichen Werdegang stehen in meinen Bewerbungsunterlagen und es hat mich schon so einiges an Freizeit und Arbeit gekostet, diese zu erstellen und aktuell zu halten.

Triple facepalmUnd dann wollt Ihr allen ernstes, das ich noch mehr meiner Freizeit investiere, um letztendlich Eure Arbeit zu machen und die Daten in Euer System zu übertragen?

Vergesst es!

Warum ich Personalvermittler (eigentlich) nicht mag

Eigentlich mag ich Personalvermittler nicht wirklich und halte sie für ein Krebsgeschwür des Arbeitsmarktes. Ich rede halt lieber direkt mit dem Kuchen anstatt mit der Kuchenform, wenn Ihr wisst, was ich meine.

Aber dummerweise kommt man aber immer schwerer an interessante Stellen, ohne sich mit eben diesen Personalvermittlern herumschlagen zu müssen. Was mich dabei jedes mal nervt, ist, das man sich auf eine konkrete Stelle bewirbt und anschließend Fragebögen und Fragen beantworten darf, die kaum etwas mit der Stelle, auf die man sich beworben hat, zu tun haben, nur weil man (angeblich) in die Kartei des jeweiligen Personalvermittlers aufgenommen werden „muss“.

Während man also diese ganzen Fragebögen ausfüllt, stellt man sich immer wieder unweigerlich die Frage

Warum fragen Sie das? Das steht doch alles in meinen Bewerbungsunterlagen!

Man bekommt also zwangsläufig den Eindruck, das diese Leute die Unterlagen entweder gar nicht lesen oder nur überfliegen.

Was mich aber immer wieder richtig ärgert, ist, das diese Leute einem Hoffnung machen, das sie einen passenden Job für einen haben oder zumindest eben so einen finden und man aber nie wieder etwas von ihnen hört.