Hal Du sie dumm, ich mache sie arm!

So oder so ähnlich lautete bösen Zungen nach ein Jahrhunderte alter Pakt zwischen dem Klerus und der Politik. In dem Pakt, den es nie offiziell gab, oblag es der Politik, dafür zu sorgen, das die Menschen nicht so viel Zugang zur Bildung bekamen, damit sich der Klerus durch Ablasshandel und andere „innovative“ Geschäftsideen an ihnen auch weiterhin bereichern konnte.

Aber auch heute noch scheint es diesen Pakt zu geben. Nur, das heute die Medien den Platz des Klerus eingenommen haben und das man darüber streiten kann, ob die Politik heute für das dumm halten oder für das arm machen zuständig ist. Fakt ist jedenfalls, das unser Bildungssystem diesen Namen kaum noch verdient, da es viel mehr ein Ausbildungssystem ist, in dem unsere Kinder alles nötige lernen, um später im Berufsleben zu funktionieren. Neue Goethes oder Schiller bringt dieses System jedoch kaum hervor. Genau so wenig soll dieses „Bildungssystem“ es Kindern aus niederen Verhältnissen im großen Stil ermöglichen, einen sozialen Aufstieg zu schaffen. Dazu muss man sich nur vor Augen halten, dass das 3-gliedrige Schulsystem im Grunde noch aus den Zeiten des deutschen Kaiserreiches stammt. Aus einer Zeit also, in der das Gesellschaftsmodell mit Unter-, Mittel- und Oberschicht noch sehr stark ausgeprägt war und niemand auch nur im Traum daran gedacht hat, beispielsweise einem Arbeiter-Kind den Besuch des Gymnasiums oder gar einer Universität zu ermöglichen. Im laufe der Jahre wurden von der Politik zwar hier und da immer wieder ein paar Stellschrauben verändert, um zumindest den Eindruck zu erwecken, das ein sozialer Aufstieg durch  Bildung möglich wäre, aber an dem Grundprinzip der 3-gliedrigkeit wurden nie gerüttelt. Das es jedoch bessere und vor allem erfolgreichere Beispiele für ein modernes und durchlässiges Bildungssystem gibt, demonstrieren insbesondere die skandinavischen Länder, in denen es im Grunde nur Gesamtschulen gibt, zuweilen sehr eindrucksvoll.

Aber zurück zum eigentlichen Thema. Das es mit dem Bildungsniveau in diesem Land anscheinend nicht mehr sehr weit her ist, kann man sehr eindrucksvoll daran erkennen, das es TV-Formate wie Frauentausch, Bauer sucht Frau, DSDS oder GNTM schaffen, nicht gleich nach den ersten Folgen mangels Einschaltquote wieder abgesetzt zu werden. Auch wenn man es vielleicht nicht sofort merkt, aber bei all diesen Formaten geht es primär darum, die Teilnehmer bloß zu stellen und vorzuführen.

Für die Politik sind solche Trash-TV Formate übrigens ebenfalls sehr nützlich. Frei nach dem Motto Brot und Spiele ist das Volk abgelenkt man kann in Ruhe und ohne nennenswerten Widerstand von der Straße immer neue Überwachungsgesetze, die unser aller Freiheit immer weiter einschränken. Aber auch die seriösen Medien spielen dieses Spiel mit und dienen sich der Politik an, anstatt ihr – wie es eigentlich ihre Aufgabe wäre – auf die Finger zu schauen. Um diesen Pakt mit der Politik zu verschleiern, wird zwar ab und an über Gesetzesvorhaben, welche zum Beispiel weitere Überwachungsmaßnahmen unter dem Deckmantel des Kampfes gegen der Terror installieren, berichtet, aber meist nur als Randnotiz oder so oberflächlich, das den meisten Menschen die Tragweite dieser Gesetze nicht sofort klar wird. Anstatt beispielsweise ausführlich über die möglichen Konsequenzen der Vorratsdatenspeicherung oder der Neuregelung der Bestandsdatenauskunft zu informieren, langweilt man den Zuschauer lieber mit Börsen-Nachrichten und anderen Belanglosigkeiten.

Das es in den Köpfen vieler Menschen auch noch immer das Obrigkeitsdenken aus der Zeit von Kaiser Wilhelm II gibt, tut wahrscheinlich sein übriges dazu. Dieses Obrigkeitsdenken auszurotten wäre aber eigentlich Aufgabe des Bildungssystems gewesen, womit sich der Kreis wieder schließt und wir wieder bei dem uralten Pakt der Politik mit dem Klerus und den Medien wären:

Halt Du sie dumm, ich mache sie arm!

Volker📢Pispers ⛔️ Halt' du sie dumm 🐑 ich halt' sie arm...

Die NPD ist nicht das Problem

Im Moment werden ja wieder Stimmen laut, die ein Verbot der NPD fordern. Diese bereits im Kollaps befindliche Spltterpartei ist aber nicht das eigentliche Problem. Die NPD ist sowohl im rechten Milieu Deutschlands als auch international so gut wie isoliert und über ihr schwebt das Damokles-Schwert der 2,5 Millionen Euro Forderung der Bundestagsverwaltung.

Nein, das größere Problem sind die freien Kameradschaften, wie das bayrische „freie Netz Süd“, in denen sich die gewaltbereiten Nazis tummeln. Anstatt unnötig Zeit mit der NPD zu vergeuden, sollte man sich lieber darum kümmern, die freien Kameradschaften zu bekämpfen.

Nicht falsch verstehen. Auch die NPD muss mit allen demokratischen Mitteln bekämpft und entzaubert werden. Aber da sie politisch kaum eine Rolle spielt, sollte der Fokus auf der Bekämpfung der freien Kameradschaften liegen, ohne jedoch die NPD völlig aus dem Blick zu verlieren.

Der ganze (bestenfalls halbherzige) Kampf gegen Rechts ist aber für die Katz, wenn wir nicht endlich wieder massiv Geld in unser Bildungssystem investieren, um durch eine ordentliche Bildung unserer Kinder den Nazis den Nachschub abzuschneiden und die rechte Szene auf diesem Wege auszutrocknen. Aber das nötige Geld fehlt, weil man es lieber zockenden Bankstern in den A** pustet oder überschuldete Euro-Staaten vor einem möglichen Staatsbankrott bewahrt!

Ich kann gar nicht so viel essen, wie ich kotzen möchte!

Sommerloch 2012?

Unser aller Lieblingsministerin Ursula von der Lügen … äh … Leyen kommt mal wieder mit einer brillanten Idee um die Ecke, wie man etwas gegen die vielen Schulschwänzer, die sich damit ihre Zukunft als Lohnsklave verbauen, unternehmen könne:

Man rückt den Eltern der Schulschwänzer mit Bußgeldern auf die Pelle! Geile Idee!

Nur zu blöde, das Frau von der Lügen … äh … Leyen gar nicht zuständig ist, egal wie man es dreht und wendet:

Schulen und Bildung sind laut dem Grundgesetz Sache der Bundesländer! Und selbst wenn der Bund hier etwas zu melden hätte, dann wären wohl eher ihre Kolleginnen Schröder (Familie und Soziales) und/oder Schavan (Bildung) zuständig für solche Forderungen.

Und so ganz nebenbei gibt es schon heute genug Möglichkeiten, gegen Schulschwänzer vorzugehen. Das fängt damit an, das man die Kinder auf Kosten der Eltern von der Polizei zur Schule bringen lässt und hört im Extremfall damit auf, das man den Eltern die Kinder entzieht und sie in Pflegefamilien oder Heimen unterbringt.

Ergo: Profilneurose der Frau von der Lügen … äh … Leyen in Zeiten des Sommerlochs!

Bildung ist der Schlüssel zur Zukunft

Philosophen sagen oft, das die schärfste Waffe eines Menschen sein Verstand ist. Aber diese Waffe ist anscheinend bei vielen Menschen stumpf geworden oder sie war nie richtig scharf, was man unter anderem daran erkennen kann, das Formate wie „Familien im Brennpunkt“ nicht nach der ersten Folge aufgrund katastrophaler Quoten wieder abgesetzt werden.

Dieser Umstand wird auch durch unser Bildungssystem, das man wohl eher als Ausbildungssystem bezeichnen sollte, noch zusätzlich unterstützt. Die ganze Unterrichtspläne sind inzwischen mehr oder wenig darauf ausgelegt, die Schüler „fit für das Berufsleben“ zu machen. Nicht, das dieses Ziel falsch wäre, aber in meinen Augen werden die Schüler von heute nicht mehr dazu befähigt, kritischen und selbst denken Bürgern zu sein, die in der Lage sind, politische Entscheidungen kritisch hinterfragen. Ebenso kommt die Komponente der körperlichen Ertüchtigung in Form des Schulsports immer kürzer. Man sagt ja auch, das ein gesunder Geist nur in einem gesunden Körper wohnen kann und selbst die Samurai im alten Japan wussten schon, das es falsch war, nur ihre Fähigkeiten im Kampf zu trainieren. „Bildung ist der Schlüssel zur Zukunft“ weiterlesen