Wie man Dubletten aus seinen threema Kontakten entfernt

Viele Nutzer von Threema kennen sicher das Problem, das sich im Laufe der Zeit einige Kontakt-Dubletten ansammeln. Da Threema (noch) keinen Automatismus hat, der solche Dubletten entweder automatisch entfernt oder zu einem Kontakt zusammenfasst, muss man hier selber Hand anlegen, um seine Kontaktliste zu entrümpeln:

Zuerst sollte man sicherheitshalber ein Backup seiner Threema-Daten machen. Anschließend löscht man alle doppelten Kontakte aus seiner Kontaktliste. Falls Threema fragt, ob der jeweilige Kontakt von der Synchronisation ausgeschlossen werden soll, ist man gut beraten, die Frage mit Nein zu beantworten. Sobald man alle doppelten Kontakte aus der Kontaktliste gelöscht hat, scrollt man die Kontaktliste wieder ganz nach oben und zieht sie dann anschließend nochmals nach unten, um die Synchronisation der Kontakte zu starten.

Achtung: Dies funktioniert jedoch nur für Kontakte, die bereits im Telefonbuch des Smartphones gespeichert sind. Für manuell zu Threema hinzugefügte Kontakte sollte man sich bei dem jeweiligen Kontakt nach der aktuell gültigen Threema-ID erkundigen und die veraltete ID löschen.

 

doppelt und dreifache Threema IDs nerven!

Also entweder sind einige Menschen nicht willens oder in der Lage, die Backup-Funktion von Threema zu nutzen, oder sie nutzen Threema auf mehreren Devices mit verschiedenen IDs.

Wie dem auch sei: Es nervt jedenfalls tierisch, ein und den selben Kontakt mehrmals mit unterschiedlichen IDs in seiner Kontaktliste zu haben. Da weiß man irgendwie nie so recht, welchen Kontakt man anschreiben soll.

BTW: Man kann unter https://threema.ch/de/support/unlink.php auch die Verknüpfung seiner Handy-Nummer mit seiner Threema ID aufheben, falls man eine ID nicht mehr nutzt.

Verschlüsselung ist defective by design

Seit den ersten Leaks von Edward Snowden werden alle so genannten Experten nicht müde, den Leuten zu erklären, das sie möglichst ihre gesamte Kommunikation verschlüsseln sollen, um sich vor Überwachung zu schützen.

Abgesehen davon, das Technik nie die Lösung für gesellschaftliche Probleme sein darf, gibt es da noch ein anderes Problem: sämtliche Verschlüsselunslösungen sind defective by design!

Defective by design bedeutet frei übersetzt soviel wie von Grund auf kaputt oder anders gesagt, wurde schon bei der Konzeption Mist gebaut. Die meisten Lösungen zur Verschlüsselung setzen ein gewisses Grundwissen über Kryptologie voraus, das der 0815-Nutzer aber nicht hat und auch nicht haben will.

Der 0815-Nutzer will sich nicht darüber Gedanken machen, welchen Verschlüsselungsalgorhytmus er verwendet oder wie lang seine Schlüssel sein sollen. Er will einfach nur sicher Ende-zu-Ende kommunizieren, wird aber von solchen Details abgeschreckt und lässt es dann lieber gleich bleiben. Erschwerend kommt auch noch hinzu, das kaum ein Mail-Client – und erst Recht kaum ein Web-Frontend – PGP-Verschlüsselung unterstützt. ohne das erst irgendwelche Addons installiert und eingerichtet werden müssen. Und das im Jahr 2013!

Damit Verschlüsselung flächendeckend funktioniert, muss neben dem Support durch die Mailclients die Verschlüsselungssoftware auf das nötigste reduziert werden. Es sollte doch völlig ausreichend sein, bei der Erstellung der Schlüssel den Namen, die Mail-Adresse, einen Kommentar und das Passwort abzufragen. Alles andere kann man mit sinnvollen Standards vorbelegen und vor dem 0815-User verbergen. Wer mehr will, kann diese Einstellungen dann noch immer über einen „Experten-Modus“ den eigenen Wünschen anpassen.

Apps wie Threema gehen in die richtige Richtung und sollten für andere Verschlüsselungslösungen ein Vorbild sein, wie reduced to the max sinnvoll geht, ohne mehr als nötig an Sicherheit einzubüßen.

Es geht, wenn man nur will!

Nachtrag: Nicht die Verschlüsselung an sich, sondern das System „Verschlüsselung“, sprich: der größte Teil der Implementierungen von Verschlüsselung ist in meinen Augen von Grund auf kaputt. Nur, um etwaigen Missverständnissen vorzubeugen.

Ich will kein Write-API für Google+

Die Futurezone berichtet heute, das der Entwicklungsleiter von Google+ sich bislang gegen die Veröffentlichung eines Write-API für Google+ gesträubt hat, da man den Stream der Nutzer nicht überfrachten will. Ein paar Sätze später heißt es aber, das dieses API noch dieses Jahr kommen wird.

Sehr geehrter Herr Gundotra, in dem Moment, in dem Google ein Write-API für Google+ freigeben wird, werden die üblichen Social-Media-Spammer, die bereits Facebook mit ihrem „Qualitätscontent“ zumüllen, auch Google+ für sich entdecken und auch diese Plattform nahezu unbrauchbar machen. Das wird so sicher sein, wie das Amen in der Kirche.

Um um ehrlich zu sein, habe ich ein Write-API für Google+ bislang nicht wirklich vermisst. Ich bin ehrlich gesagt heilfroh, das die Spiele auf Google+ mir nicht wie auf Facebook den Stream mit irgendwelchen Meldungen, die mich nicht die Bohne interessieren, voll kotzen. Ich denke, ich bin auch nicht der einzige, der Google+ primär als Kommunikationsplattform zum Austausch von Nachrichten sieht und für den Social-Games allenfalls als Zeitvertreib sind, der aber nichts in meinem Stream zu suchen hat.

Wenn Google denn unbedingt ein Write-API für Google+ veröffentlichen will, dann möge man doch bitte dafür sorgen, das man die über das API abgesetzten Meldungen wenigsten aus seinem Stream heraus halten kann, ohne jede x-beliebige Anwendung einzeln blocken zu müssen. Das ist schon bei Facebook extrem nervig und ich genieße es momentan noch, das mir dieser Krampf bei Google+ erspart bleibt.