Falsche Helden?

Heute kursierte im deutschsprachigen Teil des Internets die Antwort der Band „Wir sind Helden“ auf eine Anfrage (>>klick) der Werbeagentur Jung von Matt. Inhalt der Anfrage war das Angebot, an der aktuellen Werbekampagne der BILD teilzunehmen.

Aufgrund der Wortwahl und dem Umstand, das die Antwort wohl vielen aus der Seele spricht, schaffte es die Band sogar kurzzeitig, den Freiherr von Guttenberg bei Facebook und Twitter aus dem Focus zu drängen.

Soweit so gut. Doch nun wurde ebenfalls heute im Fontblog der Vorwurf erhoben (>>klick), das ganze sei nur ein abgekarteter Marketing Gag der Werbeagentur Auweier Unhold & Partner, welche für das Marketing von Wir sind Helden verantwortlich sind. Da es der Autor jedoch vermeidet, seine Anschuldigung mit belastbaren Beweisen zu untermauern, bezweifle ich im Moment die Ernsthaftigkeit der Anschuldigung. Zuerst einmal, da in diesem Land noch immer die Unschuldsvermutung gilt und zweitens kann ich mir nur schwer vorstellen, das es sich die Band leisten kann, für ein paar mehr verkaufte CDs und Konzertkarten die Sympathien ihrer Fans und somit ihre wirtschaftliche Existenzgrundlage aufs Spiel zu setzen. Denn auch in diesem Fall würde wieder das bekannte Sprichwort gelten:

Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, auch wenn er dann die Wahrheit spricht

Der Witz mit den einheitlichen Ladegeräten für Handys

Die EU-Kommission feiert sich grade selber dafür, das sie einheitliche Ladegeräte für Handys durchgesetzt hat. Was sie aber laut der taz (>>klick) geflissentlich verschweigt, ist das die Hersteller nur eine butterweich formulierte Selbstverpflichtung für

datenübertragungsfähige Mobiltelefone 1auf Deutsch: Smartphones

abgegeben haben. Und so scheren mit Apple und Nokia auch prompt die ersten Hersteller aus. Während Nokia schlicht erklärt, auch weiterhin seine „alten“ Ladegeräte zu vertreiben, führt Apple die ganze Veranstaltung mit seinem Statement

Wir stehen zu dem Apple dock connector, diese Initiative erfordert nicht, ihn zu verändern.

mehr oder weniger direkt ad-absurdum und degradiert sie zur Symbolpolitik. Ob sich daran zukünftig etwas ändern wird und es irgendwann tatsächlich einen einheitlichen Anschluss für Ladegeräte geben wird, muss wohl mal wieder die Zeit zeigen.

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Nicht gutt – Kerner-Show mit Steuermitteln bezahlt?

Die Guttenberg-Propaganda-Show von Johannes B. Kerner aus Afghanistan 1wo sind die Talliban, wenn man sie mal braucht? hat den Steuerzahler nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung (>>klick) knapp 17.000 Euro gekostet. 😯

Der Gipfel der Dreistigkeit ist aber wohl, das ganze auch noch als

… eine Maßnahme der Informationsarbeit im Geschäftsbereich des Bundesministeriums der Verteidigung …

zu bezeichnen. 👿 „Eigen-PR des Verteidigungsministers“ wäre, kürzer und vor allem ehrlicher gewesen. Aber dann hätte der Herr Minister seine Ambitionen auf das Kanzleramt ab 2013 wohl schon jetzt begraben können. 😉

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