The best days of my life

Man sagt ja, das man gutes erst dann erkennt, wenn es vorbei ist. Von daher war die Zeit zwischen der 7. und 10. Realschulklasse wohl die besten Tage meines bisherigen Lebens. Unbestätigten Gerüchten nach, war sich die Lehrerschaft weitestgehend einig, das wir die mit Abstand größten der Schule waren. Zumindest während der Pausen 😀

Diese Zeit ist eine Zeit, die ich um nichts in der Welt missen möchte, denn es war eine Zeit, in der ich zumindest sehr viel Spaß hatte. Bei vielen Sachen von damals würde ich heute wahrscheinlich

Ich bin zu alt für so einen Mist

sagen. Ob das jetzt daran liegt, das ich demnächst das Dritte Jahrzehnt meines Lebens beginne oder daran, das sich vieles ändert, wenn man Vater ist, lasse ich jetzt einfach mal dahingestellt. Wahrscheinlich ist es eine Mischung aus beiden und einigen andern Punkten, die ich wahrscheinlich übersehen habe 😉

Auf jeden Fall an dieser Stelle ein dickes Dankeschön an alle, die mit mir gemeinsam die Schulbank gedrückt haben. Ohne Euch wäre es wohl nur halb so schön gewesen!

Verantwortungsvolle Politik

Politiker schwadronieren ja gerne über „verantwortungsvolle Politik“, aber meiste bleibt es dann bei Lippenbekenntnissen. Für mich würde verantwortungsvolle Politik bedeuten:

Langfristig statt kurzfristig denken

Momentan hat man zumindest das Gefühl, das Politiker sehr oft nur bis zur nächsten Wahl denken und der Machterhalt einen höheren Stellenwert gewähren als er verdient. Wenn es gelänge, das Politiker auch über die nächste Wahl hinaus denken und planen, dann wären wir sicherlich ein gutes Stück weiter. Dieses kurzfristige Denken und die häufen Kehrtwendungen und der damit verbundene Zick-Zack-Kurs (jüngstes Beispiel: Ausstieg aus der Kernenergie) schaden Deutschland mehr, als das sie dem Land nützen. Abgesehen davon, dass das Vertrauen in den Verlässlichkeit politischer Entscheidungen sinkt. Die Menschen und Unternehmen in diesem Land wollen und brauchen eine gewisse Planungssicherheit, damit sie Gelder investieren. „Verantwortungsvolle Politik“ weiterlesen

Verlogene bürgerliche Politiker

Ich weiß nicht, ob es nur mir so geht, oder ob ich mich vielleicht täusche, aber ich habe den Eindruck, das die Vertreter der so genannten „bürgerlichen“ Parteien1 bei Diskussionsrunden in Fernsehen besonders schnell dabei sind, den Vertretern der politischen Konkurrenz ins Wort zu fallen.

Dabei hat man zu meiner Zeit noch in der Schule gelernt, das man sein Gegenüber ausreden lassen soll. Diese Leute predigen konservative Werte, an die sie sich anscheinend selber nur solange halten, wie kein Mikrofon oder Fernsehteam in der Nähe ist. Für mich ist das einfach nur verlogen.

Und solchen Menschen haben wir das Schicksal dieses Landes anvertraut.

  1. CDU, CSU und FDP []

Faschingsmuffel

Ja, ich gestehe: ich bin ein Faschingsmuffel!

Ich konnte noch nie etwas mit dieser Fröhlichkeit auf Kommando anfangen, die oft nur als Vorwand für „hoch die Tassen“ hergenommen wird. In der Schule und im Kindergarten habe ich den Quatsch auch nur mitgemacht, weil es alle gemacht haben. Frei nach dem Motto:

Ich war jung und wusste nicht, was ich tue :mrgreen:

In diesem Sinne: helau, alaaf und prost Ihr Säcke! 😎

Ist Die Linke manchmal die bessere SPD?

Die Partei „Die Linke“ wird von den Konservativen und Neoliberalen dieses Landes gerne als SED oder Kommunisten beschimpft und diffamiert. Unglücklicherweise springen die Führungskräfte der SPD gerne auf diesen Zug auf und lassen sich so von Konservativen und Neoliberalen von den Karren spannen.

Natürlich ist das, was so manches Parteimitglied der Linken gerne mal von sich gibt, völlig indiskutabel und bedarf keiner weiteren Diskussion. Aber man darf nicht vergessen, das in den Reihen der Linken viele Menschen sind, die früher in der SPD Mitglied waren und die durch den neoliberalen Basta-Kurs von Gerhard Schröder1 und seiner Rot-Grünen Koalition vor den Kopf gestoßen wurden und deshalb die Partei verlassen haben. Viele Leute, die früher in der SPD waren und heute in der Linken sind, sind wahrscheinlich nur aus einem Grund gewechselt:

Sie wollen keinen neoliberalen Turbokapitalismus, wie er heute herrscht, in dem der Großteil der Bevölkerung immer ärmer, oder zumindest nicht reicher wird, während eine Hand voll Menschen immer reicher wird, ohne oft überhaupt etwas dafür tun zu müssen. Die „kleinen Leute“, sprich Arbeitslose, Arbeiter und einfache Angestellte wollen auch nicht von den Parteien „abgeholt“ werden, sie wollen auch den Neoliberalismus nicht erklärt bekommen, weil sie ihn schon längst verstanden und durchschaut haben.

Sie wollen ihren Sozialstaat aus den 70er und 80er Jahren zurück, der sich noch um seine Bürger gekümmert hat und sie nicht immer mehr sich selbst überlässt, wie er es heutzutage tut. Sie wollen keinen Staat, der Schulen, Kindergärten und Infrastruktur verfallen lässt, um die Steuergeschenke für Reiche und Superreiche finanzieren zu können.

Und weil die Linke diese Forderungen – ob ernst gemeint oder nicht – immer wieder aufs neue äußert und die SPD diese immer öfter nur übernimmt, ist die Linke für viele sozialdemokratisch gesinnte Menschen die bessere SPD, weil sie diese Forderungen zuerst aufgestellt hat.

  1. den man auch gerne als ersten FDP-Kanzler Deutschland bezeichnen darf []

Wehmut, Sehnsuch oder wie auch immer man das verdammt noch einmal nennen will

Es gibt Wochenenden, an denen vermisse ich es irgendwie, Samstag Abends bei guten Freunden abzuhängen und später mit ihnen in die Disco zu gehen, um dort bis Sonntag Morgens die vergangene Woche und den Frust und Ärger, den sie einem vielleicht bereitet hat, mit Bier und Charly1 herunter zu spühlen 🙁

All denen, die jetzt vielleicht ermahnend den Finger heben und faseln, das Alkohol keine Lösung ist, sei eins gesagt:

Sicher ist Alkohol keine Lösung. Aber es macht Probleme erträglich, solange es noch keine Lösung gibt!

Und außerdem war es damals einfach eine geile Zeit, mit richtig guten Freunden, bei denen man sich auch mal gepflegt aus kotzen konnte, wenn man mal wieder richtig Dampf ablassen musste. Und die Samstagabend Partys waren einfach eine super Abwechselung zum tristen Alltag eines Realschülers! 😉

Ach, manchmal wünschte ich, ich könnte die Uhr nochmal 15 Jahre zurück drehen und diese geile Zeit nochmal erleben 🙁

  1. Weinbrand mit Cola []

Past, present and future(?)

Wenn ich das so rekapituliere, was mir alles widerfahren ist, seit ich 1998 die Realschule beendet habe.

  • keinen Ausbildungsplatz bekommen, also ein Jahr höhere Handelsschule
  • danach 3 Jahre Ausbildung (’99 bis 02)
  • Arbeitslos
  • anstatt eine Weiterbildung zu machen, bin ich Vollhorst lieber auf die FOS gegangen1
  • Freundin kennengelernt
  • Nach Coburg gezogen (2003)
  • Zivi abgeleistet und nach knapp 4 Monaten wegen psychischer Probleme aussortiert worden
  • mal wieder Arbeitslos und versucht, mich selbstständig zu machen
  • nochmal kurz arbeitslos
  • endlich wieder ordentliche Arbeit (2005)
  • der alte Chef nervt, also neuer Chef, neues Glück (2007)
  • Freundin im 7. Schwangerschaftsmonat geheiratet (2008)
  • Leon wird geboren (2009)

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  1. mein bislang größter Fehler []