unfassbar!

Vor einigen Wochen ging die erfreuliche Nachricht durch diverse Medien, das für den leukämiekranken Maxi in Amerika ein Spender gefunden wurde. Jetzt wurde jedoch bekannt, das dieser Spender anscheinend nicht bereit ist zu spenden. Da kein Grund für diese Verweigerung bekannt ist, kann man über die Motive jedoch nur spekulieren.

Viel interessanter dürfte wohl eher die Frage sein, warum sich ein Mensch erst als Stammzellenspender typisieren und registrieren lässt und dann, wenn es "ernst" wird, nicht mehr bereit ist, Stammzellen zu spenden.

Ich persönlich habe dafür – im Moment – schlicht und einfach kein Verständnis und finde so ein Verhalten einfach nur feige und unredlich, so auf den Hoffnungen anderer Menschen herum zu trampeln.

Maxis Mutter bringt es jedoch treffend auf den Punkt, wie man sich vor weiteren Tiefschlägen dieser Art schützen kann:

Maxi hat erst einen Spender, wenn dieser auch tatsächlich gespendet hat und diese lebensrettenden Zellen in Maxis kleinem Körper sind und diesen dann hoffentlich endlich heilen.

Bleibt nur noch zu hoffen, das die weiteren potentiellen Spender mehr Mut haben und nicht auch kneifen.

eigentlich eine Selbstverständlichkeit

Nachdem wir von Maxi und seinem Schicksal erfahren haben, kam bei uns sehr schnell die Entscheidung auf, das wir uns als Stammzellenspender registrieren lassen, damit so anderen Menschen das Leben gerettet werden kann.

Leider gibt es immer noch zu wenige Stammzellenspender, so das Leukämiepatienten teilweise sehr lange warten müssen, bis ein Spender gefunden wird. Manchmal kann jedoch kein Spender gefunden werden, was für den Patienten sehr oft einem Todesurteil gleicht, da eine Stammzellenspende in aller Regel der letzte Anker ist, wenn Medikamente und Chemotherapie nicht geholfen haben.

Eigentlich sollte es für jeden gesunden Menschen, eine Selbstverständlichkeit sein, sich als Stammzellenspender zu registrieren. Immerhin kann es sehr gut sein, das man selber später Stammzellen von jemand anderes benötigt.